Common Ground

Grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung in unserer Euroregion - alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und ihre Perspektiven einzubringen!

1.Projekt - Gemeinsam stärker 1.0!

Die Euroregion Spree-Neiße-Bober war in der ersten Edition im Förderprogramm „Common Ground – Über Grenzen mitgestalten“ der Robert Bosch Stiftung eine von acht ausgewählten Regionen, die unterstützt wurde.

Gemeinsam mit unseren Projektpartnern

  • dem Landkreis Spree-Neiße,
  • dem Landkreis Krosnienski,
  • dem Kommunalverband Euroregion Sprewa-Nysa-Bóbr,
  • sowie der beratenden Unterstützung des Naemi-Wilke-Stift Guben

wurden mit dem Projekt „Gemeinsam stärker! Gemeinsame Krisenbewältigung in der deutsch-polnischen Grenzregion“ (kurz: Gemeinsam stärker 1.0) über drei Jahre Bürgerinnen und Bürger mit Politik und Verwaltung über die Landesgrenze hinweg in den Austausch gebracht und gemeinsam ein dialogorientierter Prozess ggeführt.

Das Vorhaben galt als erstmaliges Projekt zur grenzübergreifenden Bürgerbeteiligung und befasste sich in den einzelnen Austauschformaten mit den Themenstellungen Gesundheitsversorgung, Bildung, Tourismus (Kultur) und Erreichbarkeit (ÖPNV) zur Gestaltung des Gemeinwesens und zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Daseinsvorsorge. Dies beinhaltete u.a. die Entwicklung und Gestaltung gemeinsamer Handlungsempfehlungen durch die Bürgerinnen und Bürger als wichtigstes Ergebnis der einzelnen Themendiskussionen. Damit verbunden war ein partizipativer Prozess unter Wahrung des „Bottom-up“- Ansatzes und es entstand so eine neue Qualität der bürgernahen Zusammenarbeit. Kurzum - es ging um: Mitgestaltung, Mitwirkung und Mitbestimmung zum Schutz demokratischer Prozesse.

Die Projektpartner haben den gesamten Bürgerbeteiligungsprozess in einer entsprechenden, sorgfältigen Zusammenfassung (Analyse) festhalten. Die ermittelten, bürgernahen Empfehlungen wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 01.04.2025 in Guben an die verantwortlichen deutsch-polnischen Gremien übergeben und sollen dort als Leitfaden dienen. Dazu wurden in den verschiedenen Veranstaltungsformaten notwendige Inputs und Impulse gesammelt und hierarchisch von den Bürgerinnen und Bürgern bewertet.

Laufzeit des Projektes:

01.10.2022 – 30.09.2025

Zur unmittelbaren Zielgruppe des Projektes gehörten die Bürger und Bürgerinnen unserer gemeinsamen Euroregion sowie die fachlich, befassten Mitarbeiter-/innen und Mitglieder grenzübergreifend agierender Institutionen, u.a. in der öffentlichen Verwaltung, in Bildungseinrichtungen, Nichtregierungs- und sonstigen, gemeinnützigen Organisationen.

Welche Maßnahmen wurden u.a. durchgeführt:

  • 5 deutsch-polnische,Bürgerdialoge („Bürgergipfel“) mit über 400 Teilnehmer-/innen,
  • Bildung eines deutsch-polnischen Beirates,
  • 5 deutsch-polnische Workshops/ Sitzungen des deutsch- polnischen Bürgerbeirates,
  • erstmaliger Einsatz der Zufallsauswhl als Mittel zusätzliche (neue) Bürger zu erreichen.


Deutsch-Polnischer Bürgerbeirat

Im Rahmen dieses Bürgerbeteiligungsverfahrens gründete sich am 07.11.2023 erstmals ein deutsch-polnischer Bürgerbeirat.

Dieser Beirat unterstützt den Beteiligungsprozess als beratendes Gremium, übt „Manöverkritik“ und berät inhaltlich die Dialogveranstaltungen. Er ist deutsch-polnisch besetzt und besteht derzeit aus 11 Mitgliedern. Diese verfügen über unterschiedliche Qualifikationen und eine vielschichtige Berufs- und Lebenserfahrung und sind teilweise auch an Schnittstellen in der Verwaltung tätig. So können die Anliegen aus den Bürgergesprächen direkt an die entsprechenden Verantwortlichen sowie fachlich befassten Netzwerke weitergegeben werden. Nach dem 3. Bürgerdialog entstand z.B. ein Offener Brief des deutsch-polnischen Bürgereirates, der sich an relevante deutsche und polnische, politische Vertreterinnen und Vertreter richtete und auf die Unterstützung beim Ausbau der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung abzielt. Dieser Bürgerbeirat setzt sein freiwilliges Wirken über die Projektlaufzeit hinaus fort.

Was geschah konkret in den deutsch-polnischen Bürgerdialogen?

Hier finden Sie die Zusammenfassungen der Auswertungen zu den einzelnen Dialogveranstaltungen:


1.Bürgerdialog / Auftaktveranstaltung am 28.09.2023 in Guben  

Auswertung DE                              

Auswertung PL               

Fotoprotokoll


2.Bürgerdialog am 27.02.2024 in Dychów

Auswertung DE                              

Auswertung PL              

Fotoprotokoll                 

3.Bürgerdialog am 20.06.2024 in Forst (Lausitz)

Präsentation zu den bisherigen Ergebnissen des Beteiligungsprozesses

Auswertung DE           

  Auswertung PL            

 Fotoprotokoll  


4.Bürgerdialog am 15.10.2024 in Kosarzyn

    Auswertung DE           

  Auswertung PL 

Fotoprotokoll  


5.Bürgerdialog am 01.04.2025 in Guben

    Auswertung DE           

  Auswertung PL  

Abschluss des Projektes

Das Projekt‚Gemeinsam stärker! Gemeinsame Krisenbewältigung in der deutsch-polnischen Grenzregion‘ wurde erfolgreich umgesetzt und im ersten Halbjahr 2025 beendet und formal am 30.09.2025 beendet. Dieses Vorhaben war für uns in vielerlei Hinsicht ein Pionierprojekt: Ein grenzübergreifender Bürgerbeteiligungsprozess in dieser Form hatte in unserer Region bisher so nicht stattgefunden. Umso mehr freut es uns, dass so viele Bürgerinnen und Bürger beiderseits der Grenze aktiv teilgenommen und ihre Ideen sowie Anliegen eingebracht haben. Ihr Engagement hat gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach gemeinsamer Gestaltung und Krisenbewältigung in unserer Region ist. Der Abschluss dieses wegweisenden Vorhabens fand am 01.04.2025 im Rahmen unseres 5. Deutsch-Polnischen Bürgerdialogs in Guben statt.

Abschlussbericht

Die Bürgerinnen und Bürger aus unserer Euroregion haben im Verlaufe dieses Beteiligungsprozesses konkrete Handlungsvorschläge für ein besseres grenzüberschreitendes Zusammenleben in den Bereichen - Gesundheit, Bildung sowie ÖPNV und Tourismus erarbeitet. Der nunmehr vorliegende Abschlussbericht enthält konkrete Impulse für ein besseres grenzüberschreitendes Zusammenleben in diesen Bereichen, die sowohl politische als auch fachliche Unterstützung auf Landes-, Bundes- und Wojewodschafts- und kommunaler Ebene erfordern. Daher wurde die Dokumentation an alle anwesenden Entscheidungsträger erstmals während der Abschlussveranstaltung übergeben.

Mit der druckreifen Fertigstellung des Beteiligungsberichtes wiederholte der deutsch-polnische Bürgerbeirat erneut die Bitte um Unterstützung der vielfältigen Bürgeranliegen und wandte sich in Form eines Aufrufschreibens an die verschiedenen fachlichen und politischen Ebenen innerhalb der deutsch-polnischen Entscheidungsstruktur.

Aufrufschreiben DE

Aufrufschreiben PL


Fotos: Manuel Frauendorf www.manuel-frauendorf.de bzw. Andreas Franke

Common Ground aktuell:

2.Projekt

Die Euroregion Spree-Neiße-Bober ist in der zweiten Edition im Förderprogramm „Common Ground – Über Grenzen mitgestalten“ der Robert Bosch Stiftung eine von vier ausgewählten Regionen, die erneut unterstützt wird.


Der grenzüberschreitende Dialog braucht eine effektive Zusammenarbeit, eine bürgernahe Plattform, denn die vielfältigen Problemlagen zu den einzelnen Themenbereichen machen nicht an Staatsgrenzen halt. Hierzu bedarf es eines permanenten Austauschs und einer steten Netzwerkarbeit, die in einem Beteiligungsprozess und in einem Bündnis von Politik, Verwaltung sowie Zivilgesellschaft gemeinsame Lösungen entwickeln kann, die (bestenfalls) in verbindlichen Regelungen münden. Dieser bürgernahe Dialog geht weiter!


Es geht um: Mitgestaltung, Mitwirkung und Mitbestimmung – ein grenzübergreifender Bürgerbeteiligungsprozess.


Uns interessieren wieder die Meinungen, Erfahrungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger!

Dazu werden bis zum Ende 2027 wieder vier Bürgerdialoge im polnischen und deutschen Teil der Euroregion durchgeführt sowie der unterstützende Bürgerbeirat tätig sein. Die einzelnen Austauschformate werden erneut gemeinsam mit der Firma IKOME/ Steinbeis Mediation, einem starken Partner mit grenzüberschreitender Expertise zu Bürgerbeteiligungen, durchgeführt. Ebenfalls werden wir wieder vom nexus-Institut als Dienstleister der Robert-Bosch-Stiftung für Bürgerbeteiligungsprozesse begleitet.


Wenn Sie ein interessierter Bürger oder eine interessierte Bürgerin, Ehrenamtler oder Verwaltungsmitarbeiter sind, so können Sie sich jederzeit gern an uns wenden und sich aktiv in das Projekt einbringen. Wir unterstützen Sie dabei eine grenzübergreifende Bürgerbeteiligung praktisch und aktiv zu leben und freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern/-innen unsere Region mit Ihnen zu gestalten.

Frau Kathleen Markus (markus(at)euroregion-snb.de) und Herr Piotr Firfas (firfas(at)euroregion-snb.de) stehen Ihnen bei Fragen gern zur Verfügung.

Welche Zielstellungen beinhaltet das Folgeprojekt? Was ist neu?

Gemeinsam mit unseren Projektpartnern

  • dem Landkreis Spree-Neiße,
  • dem Landkreis Krosnienski,                                                                              
  • dem Kommunalverband Euroregion Sprewa-Nysa-Bóbr,
  • neu: Universytet Zielonogórski

werden wir mit dem Projekt „Gemeinsam stärker 2.0! Grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung in der deutsch-polnischen Grenzregion“ (kurz: Gemeinsam stärker 2.0) über zwei Jahre Bürgerinnen und Bürger wieder mit Politik und Verwaltung über die Landesgrenze hinweg in den Austausch bringen und gemeinsam ein dialogorientierter Prozess führen. Dazu wurde am 20.01.2026 von allen Projektpartnern die Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet – dieses Datum galt gleichzeitig als offizieller Startschuss für das 2. Vorhaben zur grenzüberschreitenden Bürgerbeteiligung.

Prämissen des Folgeprojektes:

  • Verfestigung und Vertiefung der etablierten Austauschformate, 
  • Durchführung von 4 Bürgerdialogen und 4 Beiratssitzungen,
  • Teilnahme und Einbeziehung neuer Zielgruppen in den Austauschprozess (Jugendliche, Migranten etc.),
  • Einbindung der Uni Zielona Gora zur wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation – Analyse zur Frage: Welchen Mehrwert bringt grenzübergreifende Bürgerbeteiligung?
  • Verstetigungsaspekte eruieren, um die Möglichkeiten zur strategischen Etablierung von Bürgerbeteiligung und die Nachhaltigkeit des Angebots zu ermitteln und zu verankern.

Aktuell:

Die nächste Sitzung des Bürgerbeirats findet am 29.04.2026 statt. Während des Treffens wird der 1. Deutsch-polnische Bürgerdialog, der am 19.05.2026 in Guben ansteht, vorbereitet. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und ihre Perspektiven einzubringen.